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- Heinrich
Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein, war ein
preußischer Politiker und Reformer. Stein wurde am
26.Oktober 1757 in Nassau geboren. Er studierte
Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen und
trat 1780 in den preußischen Staatsdienst ein. 1804 wurde
er zum Preußischen Minister für Wirtschaft und
Finanzen ernannt. Stein suchte mit einigem Erfolg, durch
Wirtschafts- und Finanzreformen den preußischen Staat
materiell für die Auseinandersetzung mit Napoleon zu
rüsten. Das ihm angebotene Amt des Außenministers
lehnte er aus Protest gegen die Kabinettsregierung ab, und am
3.Januar 1807 wurde er von König Friedrich Wilhelm III.
entlassen. Stein zog sich auf sein Gut in Nassau zurück und
verfaßte hier seine Nassauer Denkschrift zur Reform der
Verwaltung; wichtigster Punkt seines Reformenkatalogs war seine
Forderung nach mehr Selbstverwaltung der Gemeinden und Provinzen
und somit die Beteiligung aller Bürger am Staatswesen. Im
September 1807 wurde Stein erneut als leitender Minister
berufen, und zwar auf Empfehlung Napoleons und des Freiherrn von
Hardenberg. Stein begann sogleich mit der Durchführung
grundlegender Reformen. Im Oktober 1807 wurde die bäuerliche
Erbuntertänigkeit in ganz Preußen abgeschafft, und
ständische Beschränkungen wurden aufgehoben. Im
November 1808 erhielten die Städte die Selbstverwaltung,
und die Kabinettsregierung wurde durch eine Ministerialregierung
ersetzt. Am 24.November 1808 wurde Stein auf eigenen Wunsch
entlassen; seine antifranzösische Einstellung hatte ihn in
Konflikt mit Napoleon gebracht. Stein ging zunächst nach
Österreich ins Exil; 1812 holte ihn Zar Alexander I als
Berater nach Russland. Nach Napoleons Niederlage in Russland
1812 veranlasste er den Zaren zur Gegenoffensive. Anfang 1813
überredete er in russischem Auftrag die ostpreußischen
Stände zur Erhebung gegen Napoleon, und anschließend
vermittelte er ein preußisch-russisches Bündnis gegen
Frankreich. 1814 nahm Stein ohne offiziellen Auftrag als Berater
des Zaren am Wiener Kongress teil. Hier setzte er sich ohne
Erfolg für einen starken deutschen Bundesstaat und gegen
die Restauration der alten politischen Verhältnisse ein.
Stein starb am 29.Juni 1831 in Schloss Cappenberg.
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