- Friedrich
I. gilt besonders seit der der Geschichtsschreibung der
deutschen Romantik als Inbegriff des hochmittelalterlichen
Kaisertums. Trotz gelegentlicher Übertreibungen seiner
Zeitgenossen verfolgte er keine Wiederaufrichtung der
Weltherrschaft, sondern beschränkte sich in
Auseinandersetzung mit Papst Alexander III., König Heinrich
II.von England und dem byzantinischen Kaiser Manuel I. auf die
Rolle einer Ordnungsmacht in Europa. Das gleichbleibende Ziel
seiner langen Herrschaft läßt sich mit der Devise
honor imperii (so auch die Randschrift) umschreiben,
deren Verwendung er von seinen Vorgängern übernahm.
Honor imperii bedeutet nicht nur die Ehre oder die
Selbstachtung des Reiches, sondern weit mehr noch die Summe
aller Rechte des Reiches, wobei in Rechnung zu stellen ist, daß
das Reich weitgehend vom Kaiser verkörpert wurde. In der
Praxis betraf es die gefährdete Superiorität des
Kaisertums gegenüber dem nach Automomie strebenden Adel,
die Wiederherstellung der Reichsrechte in Italien und Burgund
sowie die Legitimation der Kaiserherrschaft. Besonders auf dem
Gebiet der Herrschaftsbegründung, die durch das
Reformpapsttum in Unsicherheit geraten war, ist von ihm und
seinem Hof Überdurchschnittliches geleistet worden.
Barbarossa sah in Karl dem Großen, sein persönliches
Vorbild, und zwar den Begründer des Kaisertums in der
irrigen Vorstellung des 12. Jahrhunderts als Kreuzfahrer. Im
Kreuzzug, den Friedrich 1189 anführte, schien sich noch
einmal der Führungsanspruch des Kaisertums als weltlicher
Arm der Christenheit zu bewähren.
- Der
Hohenstaufenkaiser Friedrich I. mit dem Beinamen Barbarossa
(ital. Rotbart) wurde etwa 1125 geboren und starb 1190. Er war
der Sohn von Herzog Friedrich dem Einäugigen von Schwaben
und der Welfin Judith. 1147- 1152 ist er Herzog von
Schwaben.1152 wird Friedrich zum deutschen König gewählt,
unternimmt Feldzüge um dem Papst gegen oberitalienische
Städte und die auf Sizilien stehenden Normannen
beizustehen. Der Papst krönt ihn 1155 zum römisch-deutschen
Kaiser. Friedrich sichert durch seine Feldzüge die
Reichsmacht gegen abfallende Städte und Fürsten. Als
der türkische Sultan Saladin 1189 Jerusalem erobert, ruft
Papst GregorVIII zum 3.Kreuzzug auf. 3 Heere, unter dem
Franzosenkönig PhilippII, Richard I Löwenherz dem Sohn
des englischen Königs und Friedrich I Barbarossa, versuchen
auf unterschiedlichen Wegen Jerusalem zu erreichen. Friedrich I
ertrinkt beim Baden im Fluß Saleph in Anatolien. Sein Heer
ergreift die Mutlosigkeit und es zieht nach Deutschland zurück.
|