- Daten:
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- 1995
A, D ,F,G,J, Ag 625, 15,5gr, 32,5mm
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- Ich
bin ein deutscher Dichter,
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Bekannt im
deutschen Land;
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Nennt man
die besten Namen,
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So wird
auch der meine genannt.
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- Mit
diesen Gedichtzeilen aus dem Jahr 1827 hat der damals noch junge
Autor Heinrich Heine, der bis dahin bereits Lyrik und mit erstem
Erfolg auch vier Prosabände Reisebilder
veröffentlicht hatte, selbstbewußt provozierend eine
Prognose gewagt, die sich bis zum Jahr seines 200. Geburtstages
weltweit bestätigt hat. Dabei gilt die Anerkennung, die
heute der Person und dem Werk des Dichters gezollt wird,
gleichermaßen dem ästhetischen Anspruch, wie auch dem
politischen Engagement seiner Schriften.
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Heinrich
Heine wurde am 13.Dezember 1797 in Düsseldorf geboren. Nach
seiner Schulzeit in seiner Geburtsstadt absolvierte er in Bonn,
Berlin und Göttingen ein Jurastudium, das er 1825 mit der
Promotion abschloß. Die Studienjahre sind zugleich die
Zeit erster literarischer Arbeiten und Erfolge; sie sind aber
auch die Zeit, in der sich Heine zunehmend seiner
Außenseiterrolle als Jude bewußt wird. Die
protestantische Taufe von 1825 ist denn auch kein Akt religiöser
Überzeugung, sondern der von ihm selbst als problematisch
empfundene Versuch, sich kulturell und beruflich in die
Gesellschaft zu integrieren. Heines Verhältnis zum
damaligen Deutschland bleibt jedoch zwiespältig.
Einerseits versteht er sich als deutscher Dichter
und als politischer Aufklärer, und er stellt sich in die
Tradition der großen Deutschen: Luther, Lessing, Kant und
Hegel; andererseits sind die konkreten Lebens- und
Arbeitsbedingungen so sehr von Zensur, antisemitischen
Ausgrenzungen und restaurativen Repressalien geprägt, daß
ein weiterer Verbleib für ihn nicht möglich erscheint.
Heine geht 1831 nach Paris ins Exil.
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Im Sinn
einer kulturellen Begegnung zwischen Deutschland und Frankreich
bemüht Heine sich gegen alle aufkommenden nationalistischen
Vorurteile um eine Verständigung beider Völker. Für
seine weiteren literarischen Veröffentlichungen wird diese
Vermitlerrolle inhaltlich ebenso prägend, wie sein
Eintreten für die soziale Frage und das
Engagement für den Fortschritt von Emanzipation und
Demokratisierung. Sein Exil hat Heine in 25 Jahren nur zweimal
zu kürzeren Deutschlandbesuchen verlassen. Er starb am
17.Februar 1856 in Paris und wurde dort auf dem
Monmartre-Friedhof begraben.
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Daß
Heine heute bekannt ist und zu den besten
Namen der Literatur gerechnet wird, ist unbestritten; daß
er immer wieder als literarisch-sensibler Gestalter, als
satirisch-kritischer Anreger, als politischer Aufklärer
gelesen werden kann, macht seine gegenwärtige Bedeutung
aus.
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Heines
Werk in der Spannung zwischen populären Liedern. z.B. der
Loreley, und den aggressiven Versen des
Wintermärchens, zwischen den heiter
analysierenden Reiseberichten und den Essays zur deutschen
Philisophie- und Geistesgeschichte stellt für heutige
Leserinnen und Leser eine literarische und politische
Herausforderung dar. Heinrich Heine ist ein durchaus aktueller
deutscher Dichter.
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