- Robert
Koch, geb am: 11.12.1843 in Clausthal-Zellerfeld, gest am:
27.05.1910 in Baden-Baden war Bakteriologe. Nach dem Studium der
Medizin in Göttingen begann Robert Koch als praktischer
Arzt und Kreisphysikus in Wollstein, Prov Posen (heute:
Wolstyn,Polen) Hier schuf er seine bahnbrechenden Arbeiten. Er
entwickelte die wichtigsten methodischen Grundlagen der
bakteriologischen Forschung (Züchtung von Bakterien in
Reinkultur, Färbung und Übertragung auf Versuchstiere)
1876 konnte er mit dem Milzbrandbazillus zum ersten Mal einen
lebenden Mikroorganismus als spezifische Ursache einer
Infektionskrankheit nachweisen. Ab 1880 war er in Berlin als
ordentliches Mitglied des Kaiserlichen Gesundheitsamtes, 1885-91
als ordentlicher Professor für Hygiene und Direktor des
Hygienischen Instituts der Universität tätig. Ab 1891
leitete er als Direktor das für ihn gegründeten
Instituts für Infektionskrankheiten (heute: Robert
Koch-Institut des Bundesgesundheitsamtes).
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Koch
arbeitete über Wundinfektionskrankheiten, Desinfektion und
Sterilisation, entdeckte 1882 den Erreger der Tuberkulose
(Kochscher Bazillus) und 1883 den der Cholera. 1890
gelang ihm die Herstellung des Tuberkulins.
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Auf
langjährigen Reisen nach Afrika, Indien und Neuguinea
erforschte er zahlreiche Tropenkrankheiten (u.a. Malaria und die
Schlafkrankheit). Er untersuchte die Möglichkeiten zur
Verhütung und Bekämpfung dieser Seuchen. Mit seinen
Arbeiten beeinflußte er die moderne Medizin entscheidend
und wurde der Hauptbegründer der modernen Baktriologie.
1905 erhielt er für seine Forschungen über die
Tuberkulose den Nobelpreis für Medizin.
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