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um 1129, gest: 6.8.1195. Heinrich der Löwe war bis 1180 in
seiner nahezu königsgleichen Stellung als Herzog von
Sachsen und Bayern einer der mächtigsten Fürsten
seiner Zeit. Seine herzogliche Herschaft seit 1142 und das
Bündnis und spätere Zerwürfnis mit Kaiser
Friedrich I Barbarossa kennzeichnen wesentliche Stationen der
deutschen und europäischen Geschichte. International waren
seine Kontakte angelegt, durch Reisen, z.B. über
Konstantinopel nach Jerusalem, und familiäre Bindungen, wie
seine Heirat mit Mathilde, Tochter König Heinrichs II. Von
England.
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Neben
seinem politischen Einfluß sind Heinrichs Leistungen auf
wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet hervorzuheben. Er gilt
als Gründer von München, Lübeck und Schwerin. Mit
seinem Namen sind die Stiftungen von Kunstwerken, die Errichtung
des Löwendenkmals (1166), der Burg Dankwarderode und des
Neubaus der Stiftskirche in Braunschweig verbunden. Das
Widmungsgedicht im weltberühmten Evangeliar (1188)
veranschaulicht den Rang des Herzogpaares: Ihre
Freigiebigkeit übertraf alle ruhmreichen Taten ihrer
Vorgänger.
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Schon früh
rankten sich Legenden und Mythen um den aus altem
Adelsgeschlecht rasch aufgestiegenen und jäh gestürzten
Welfenherzog, dessen Person bis in die jüngere
Vergangenheit hinein auch politische Inanspruchnahme erfuhr.
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