150. Geburtstag von Wilhelm Conrad Röntgen

Entwurf:
Claus und Ursula Homfeld, Bremen

Daten:
1995 D, Ag 625, 15,5gr, 32,5mm
Anmerkungen:
Begleitzettel der Bundesschuldenverwaltung
Ulrich Hennig, Deutsches Röntgen-Museum
Wilhelm Conrad Röntgen, geb: 27.03.1845 gest: 10.02.1923. Vor 100 Jahren, am 8.11.1895, entdeckte der deutsche Physiker W.C. Röntgen in seinem Labor im Physikalischen Institut der Universität Würzburg eine neue Art von Strahlen. Er erforschte sie so gründlich, daß die Wissenschaft viele Jahre keine neuen Fachkenntnisse hinzufügen konnte. Röntgen selbst führte zunächst die Bezeichnung „X-Strahlen“ ein. Mitdiesen neuen Strahlen ließ sich ein großer Wunsch der Mediziner erfüllen, nämlich Bilder aus dem Körperinneren beim lebenden Patienten zu erhalten. Mit den ersten Aufnahmen, die Röntgen selbst anfertigte, wurde diese Möglichkeit sofort offensichtlich. Mit dem Röntgenbild seiner eigenen Hand konnte er bereits die eigenen Knochen sehen, später wurde die Röntgenaufnahme der Hand seiner Frau in allen Medien publiziert.
Röntgens eigene Bezeichnung „X-Strahlen“ war Anlaß auf der Gedenkmünze das „X“ kombiniert mit einer Hand, sowie demRöntgenbild der Hand darzustellen.
Am 23.01.1896 hielt Röntgen einen Vortrag vor der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft in Würzburg. Zur Demonstration fertigte er ein Röntgenbild der Hand des Anatomieprofessors von Kölliker an. Kölliker war so beeindruckt, daß er vorschlug, diese neue Art der Strahlen „Röntgenstrahlen“ zu nennen. So hat sich im deutschsprachigen Raum diese Bezeichnung eingebürgert. Die im Ausland übliche Bezeichnung „X-rays“lassen auch jeden Ausländer die Aussage der Münze sofort verstehen.
Wilhelm Conrad Röntgen erhielt 1901 für seine Forschungsleistungen den ersten Nobelpreis der Physik aus den Händen des schwedischen Kronprinzen in Stockholm.