- Daten:
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- 1999
A, D ,F,G,J, Ag 925, 15,5gr, 32,5mm
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- Die
Gedenkmünze erinnert an ein Werk, desen Grundstein vor 50
Jahren in Imst in Tirol gelegt wurde. Mittlerweile umspannt es
den gesamten Erdball: die SOS-Kinderdörfer. Der junge
Vorarlberger Bergbauernsohn Hermann Gmeiner, der schon früh
seine Mutter verloren hatte, dachte sich angesichts des
Nachkriegselends vieler elternloser Kinder, daß sie ein
neues Zuhause und nicht schöne Worte brauchen. So gründeten
Gmeiner und einige Gleichgesinnte den Verein Societas
Socialis -SOS. Man bat die Menschen um einen Schilling
monatlich, um verlassenen Kindern wieder eine Ohhut in Familie
und Dort geben zu können.
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- Das
Ergebnis der Sammelaktion war überwältigend. Gmeiner
konnte 1949 in Imst das erste SOS-Kinderdorf bauen. Damit war
zugleich etwas in Gang gesetzt, das sich rasch von Österreich
über Deutschland bis in die entferntesten Landstriche
anderer Kontinente ausbreitete. Eine Kettenreaktion des Guten
nahm ihren Lauf. Heute gibt es in 129 Ländern der Erde 377
SOS-Kinderdörfer und über tausend heigeordnete
Einrichtungen. Kindergärten, Schulen, Krankenstationen,
Mutter-Kind-Kliniken, Ausbildungswerkstätten und
Sozialzentren. Sie sind auch für Kinder und Jugendliche der
Nachbarschaft offen. SOS betreut weltweit mehr als 200.000
Kinder und Jugendliche. In akuten Notfällen, bei
Naturkatastrophen,Bürgerkriegen, Hungersnöten, ist
SOS mit Sofortprogrammen ebenfalls rasch und vor allem beständig
zur Stelle.
- Die
aus den Nachkriegswirren entstandene Idee mit den vier
Prinzipien Mutter, Geschwister, Haus, Dorf hat sich überall
hewährt. Sie gilt auch heute noch. Kinder brauchen die
Zuneigung einer Mutter, die Nestwärme einer Familie, die im
selben Haus und in einem Dorf mit anderen SOS-Familien lebt.
Hier finden einst geschundene Kinder Geborgenheit und gewinnen
Zuversicht fürs eigene Fortkommen. Bis sie auf eigenen
Füßen stehen. Nach Schule, Berufsausbildung oder
Studium, ist ihnen das SOS-Kinderdorf Heimat und Hort.
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- Die
Idee von Imst war auch rasch auf Deutschland übergesprungen.
Vor den Türen Münchens, in Dießen am Ammersee,
entstand 1956 das erste deutsche SOS-Kinderdorf. Heute gibt es
im vereinigten Deutschland bereits 14 SOS - Kinderdörfer
und über 60 weitere Einrichtungen. In Deutschland liegen
auch die kräftigsten Wurzeln dieses weltweiten privaten
Sozialwerks. SOS Kinderdörfer stehen im Dienste der
Versöhnung, des Ausgleichs und der Toleranz. Rasse,
Religion und Hautfarbe spielen keine Rolle. Millionen Menschen,
die meisten von ihnen in Deutschland, spenden regelmäßig
für den Bau und Erhalt der SOS-Kinderdörfer. Das
neutrale, unpolitische Sozialwerk nimmt rund um die Welt
notleidende Kinder, christliche, jüdische, moslemische,
hinduistische oder buddhisdische, in seine Arme. Sinnbildlicher
Ausdruck dieser Offenheit ist auch im Logo der SOS-Kinderdörfer
enthalten: Ein Bub und ein Mädchen reichen sich die Hand am
Lebensbaum. Der 1986 gestorbene Gmeiner sagte treffend: Alle
Kinder dieser Welt sind unsere Kinder
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- Helmut
Kutin, Präsident SOS-Kinderdörfer International
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