Carl Zeiss

Entwurf:
Carl Vezerfi-Clemm, München

Daten:
1988 F, Ag 625, 15,5gr, 32,5mm
Anmerkungen:
Begleitzettel der Bundesschuldenverwaltung
Carl Zeiss wurde am 11.September 1816 geboren und starb am 3. Dezember 1888.
Der Universitätsmechaniker Dr. h. c. Carl Zeiss lenkte die Optik in neue Bahnen. Er hatte während seiner Lehre an der Universität Jena Vorlesungen z. B. über Mathematik, Physik und Anthropologie gehört. Seine Wanderjahre führten ihn nach Stuttgart, Darmstadt, Wien und Berlin. 1846 gründete er in Jena ein Atelier für Mechanik. Er bezeichnete "die unmittelbare Verbindung mit den Männern der Wissenschaft" als eine der Vorbedingungen für einen wachsenden Betrieb der höheren Mechanik. Für die Jenaer Professoren baute er insbesondere Mikroskope hoher Qualität. Was ihn von anderen Instrumenten- bauern unterschied, war seine Erkenntnis, daß eine fundamentale Verbesserung der Abbildung von Mikroskopen nur durch eine physikalisch-optische Theorie zu erreichen war. Ernst Abbe hat diese Theorie im Auftrag von Zeiss geschaffen und auf dieser Basis Forschungsmikroskope konstruiert, die z. B. die Bakteriologie revolutionierten. Auch andere Neuentwicklungen wie z. B. Meßinstrumente, Photoobjektive und Fernrohre verschafften dem Unternehmen Carl Zeiss Weltruhm. Neue optische Gläser, die Otto Schott in dem gemeinsam mit Ernst Abbe, Carl Zeiss und Roderich Zeiss gegründeten Glaswerk ent- wickelte, trugen zu diesen Fortschritten bei. Die von einer Stiftung getragenen Unternehmen Carl Zeiss und Schott Glaswerke führen die Traditionen der Firmengründer fort.