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- 2000
A, D ,F,G,J, Ag 925, 15,5gr, 32,5mm
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Hoffmann von Fallersleben 1841 das Deutschlandlied schrieb, war
.. Einigkeit und Recht und Freiheit" ein unerfüllter
Wunsch für sein deutsches Vaterland.
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Erst am 3.
Oktober 1990 ging er in Erfüllung. Bis dahin hahen
Einigkeit und Recht und Freiheit in der deutschen Geschichte nie
zusammen gefunden. Denn Einheit in Freiheit, das war 1848
gescheitert. Als 1871 die Einheit kam, kam sie von oben und als
das (zweite) Kaiserreich, proklamiert in Versailles, auf dem
Boden des besiegten Frankreich. Das war der Keim für neuen
Zwist mit dem Erbfeind". Zwar war dieses "Deutsche
Reich" ein Rechtsstaat. aber kein demokratischer. Es hatte
eine Verfassung und ein Parlament, den Reichstag",
aber mit beschnittenen Kompetenzen und vom Kaiser nicht geliebt.
Die Inschrift ..Dem deutschen Volke" musste ihm>
abgetrotzt werden. Die schwerste Hypothek aber wurde der
Reichsmythos, die gepanzerte Germania" auf den
Briefmarken und bombastische Denkmäler im ganzen Lande,
mittelalterlich, antimodern und antiwestlich. Er führte
Deutschland in den Ersten Weltkrieg.
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In der
Weimarer Republik waren zwar Einigkeit und Freiheit vereint,
aber die Republik war von allzu vielen ungeliebt. Die weit
verbreiteten Ressentiments gegen die Weimarer Repuhlik von
rechts, aber auch von links verschafften den Niazis leichtes
Spiel, als sie 1933 die Macht übernahmen und Deutschland in
die größte Katastrophe seiner Geschichte führten.
Die Diktatur des,,Dritten Reiches" trat Recht und Freiheit
mit Füßen. Der Reichstagsbrand lieferte den Vorwand,
innenpolitische Gegner zu verfolgen. Der von Hitler entfesselte
Zweite Weltkrieg und der perfide Völkermord an den Juden
Europas führten in die militärische, politische und
moralische Verwüstung Deutschlands. Es wurde unter den
Siegermächten geteilt. Die Teilung Deutschlands wurde durch
die Teilung Europas im Kalten Krieg zementiert. Die Berliner
Mauer wurde ihr trauriges Symbol.
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In der
Bundesrepublik Deutschland konnten sich Recht und Freiheit (und
auch Wohlstand) entfalten. Die Demokratie, zunächst ein
verordnetes Geschenk der westlichen Besatzungsmächte, wurde
nach und nach akzeptiert und selbstverständlich. Es gelang
die Aussöhnung mit Frankreich und die Grundlegung für
die (zunächst west-)europäische Einigung. Die Deutsche
Demokratische Republik war dagegen in Wahrheit eine Diktatur von
Moskaus Gnaden, eingebunden in das sowjetische Imperium.
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Vieles hat
zusammen gewirkt auf dem Weg zum 3. Oktober 1990: die Ostpolitik
seit Willy Brand, Gorbatschows Reformwille, die mutigen
Demonstrationen des Herbstes 1989 in der DDR, die unversehene
Maueröffnung, die vom Runden Tisch erzwungenen freien
Volkskammerwahlen am 18. März 1990 und schließlich
der Beitrittsbeschluss der Volkskammer. Aber ebenso wichtig war
der Beitrag der Bundesregierung und namentlich Helmut Kohls und
Hans Dietrich Genschers für den Einigungsprozess und seine
außenpolitische Einbettung in den 2+4- Verhandlungen mit
den ehemaligen Siegermächten.
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Mit dem 3.
Oktober 1990 endete nicht nur die Zeit der deutschen Teilung,
sondern, völkerrechtlich gesehen, auch die Nachkriegszeit.
Zum ersten Mal in seiner Geschichte existiert Deutschland
allseits in anerkannten Grenzen und umgeben von befreundeten
Nationen in einem zusammenrückenden Europa, das sich
Deutschlands östlichen Nachbarn öffnet.
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Nachdem
Parlament und Regierung in Berlin angekommen sind, ist der alte
Reichstag mit seiner neuen transparenten Kuppel weithin zum
Symbol der nunmehr vollständigen Bundesrepublik Deutschland
geworden, für die Einigkeit und Recht und Freiheit zugleich
Geschenk und Aufgabe sind.
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Lothar de
Maiziére Prof. Dr. Dr. h.c. Richard Schröder
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