- Daten:
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- 2001
A, D ,F,G,J, Ag 925, 15,5gr, 32,5mm
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- Im
Jahre 2001 kann in der Hansestadt Stralsuud im äußersten
Nordosten der Bundesrepublik Deutschland ein doppeltes Jubiläum
gefeiert werden. In einer der bedeutendsten Klosteranlagen der
Ostsee-Region aus dem Gründungsjahr 1251 ist eines der
erfolgreichsten deutschen Naturkunde-Museen, das im Jahre 1951
gegründete Meeresmuseum die heutige Stiftung Deutsches
Meeresmuseum untergebracht.
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- Die
Gründung des Stralsunder Dominikanerklosters St. Katharinen
erfolgte auf Veranlassung des Rugenfürsten Jaromar II
(Regierungszeit 1249-1260). Eine Gründungsurkunde ist nicht
überliefert, jedoch gilt als Beleg eine auf 1519 datierte
Inschrift Sundensis 1251 auf dem Chorgestühl
des ehemaligen Dominikanerklosters Röbel, heute die dortige
Nikolaikirche. Der Bau der Katharinenkirche in Stralsund begann
1261 mit dem auf der Münze dargestellten Chor, der an eine
ältere, später überbaute Kirche angefügt
wurde. Der Chor und damit das Kloster wurde 1287 von dem
Schweriner Bischof Hermann von Schladen geweiht. Der Bau der
gesamten Kirche war nach einer Handschrift des Stadtarchives
Stralsund im Jahre 1317 abgeschlossen. Die Klostergebäude
südlich der Hallenkirche sind im 14. und 15. Jahrhundert
erheblich erweitert worden.
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- Das
Dominikanerkloster in Stralsund erlangte sehr bald hohes
Ansehen, bedeutende gesetzgebende Versammlungen des Ordens
fanden in Stralsund statt (1315, 1357, 1406, 1465, 1519). Zu
Beginn des l6. Jahrhunderts war das Kloster als reformwürdig
beurteilt worden, doch zu Reformen kam es nicht mehr, denn seine
Existenz erlosch 1525 durch die Reformation in Stralsund.
Nach der Vertreibung der Mönche und der Plünderung des
Klosters erhielten noch Brigittinerinnen des Klosters
Marienkrone eine Bleibe. Ab 1560 diente das Katharinenkloster
der Hansestadt Stralsund als städtisches Gymnasium. Auch
Ernst Moritz Arndt und Hermann Burmeister besuchten diese
Schule. Die Hallenkirche des Klosters wurde nach der Reformation
als Arsenal genutzt, ab 1606 als Zeughaus der königlich
schwedischen Regierung und ab 1015 durch die Preussische
Regierung. 1925 bezog das städtische Museum Teile des
Klosters. 1951 auch das am 24. Juni neu eröffnete
Natur-Museum. Heute beherbergen die Gebäudeteile der
Nachfolge-Institutionen. das Kulturhistorische Museum und das
Deutsche Meeresmuseum
- Ab
1956 wurde das Natur-Museum zum Museum für Meereskunde und
Fischerei ausgebaut. Von 1972 bis 1974 erfolgte eine aufwendige
bauliche Sanierung und Rekonstruktion der Katharinenhalle und
der Einbau einer Stabswerkkonstruktion. Damit wurden über
2000m² Ausstellungsfläche geschaffen, auf der unter
anderem im Chor, das auf der Münze abgebildete
Finnwal-Skelett einer Abteilung Meeressäuger gezeigt wird.
Gleichzeitig wuchs das Meeresaquarium welches in den
Kellerräumen und in Teilen des Aussenbereiches neu
aufgebaut wurde und in etwa 50 Schauaquarien ausschliesslich
Meerespflanzen und Meerestiere zeigt.
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- Das
Deutsche Meeresmuseum unterhält seit 1991 drei
Aussenstellen, und zwar das NATUREUM Darßer Ort (seit
1991), die Burmeister Gedenkstätte in Stralsund (seit
1993), und das NAUTINEUM Dänholm Stralsund (seit 1998). Es
ist das einzige Museum für Meereskunde und Fischerei in
Deutschland. Sein Arbeitsthema: Das Meer als Lebensraum
und seine Erforschung
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und
Nutzung durch den Menschen, wird in Mitteleuropa von
keinem auderen Museum in diesem Umfang und dieser Komplexität
wissenschaftlich bearbeitet und dargestellt Es ist ein
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grosses
naturwissenschaftliches Museum, das auf Küsten- und
Meeresbiologie spezialisiert ist
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und die
Seefischerei als Zweig der angewandten Naturwissenschaften in
sein Aufgabengebiet mit einbezieht. Da es zugleich das grösste
naturwissenschaftliche Museum an der deutschen Ostseeküste
ist, bildet diese Küstenregion und die angrenzende Ostsee
einen Schwerpunkt in der
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musealen
Forschungs-, Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit.
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- Aufgrund
seiner umfangreichen und modern gestalteten Ausstellungen (über
6.000 qm) im Katharinenkloster, seiner beachtlichen Sammlung,
seiner wissenschaftlichen Wirksamkeit, seiner vielfältigen
internationalen Zusammenarbeit und des ausserordentlich hohen
Zustroms an Besuchern (bis zu 600.000/Jahr) erlangte das
Deutsche Meeresmuseum eine hohe Ausstrahlung und Bedeutung. Als
der Besuchermagnet im gesamten norddeutschen Raum geniesst es in
der Öffentlichkeit grosse Popularität Das ist nicht
zuletzt der gelungenen, einzigartigen Verbindung von modernen
naturwissenschaftlichen Ausstellungen und alter Architektur zu
danken. Einfühlsam sind Ausstellungsensembles und
Einzelobjekte in die frühgotische Hallenkirche eingefügt.
Schiffsmodelle und biologische Präparate, wie Fische oder
Walskelette waren schon immer in vielen Kirchen Bestandteil
ihrer Ausstattung.
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- Die
wissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte des Deutschen
Meeresmuseums umfassen
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die
Ökofaunistik der Küstenregion, der Ostsee und
ausgewählter Meeresgebiete sowie Spezialthemen der
Meeresbiologie und Meereskunde. Die wissenschaftliche Arbeit
erfolgt oft in
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Kooperation
mit anderen deutschen und intemationalen Instituten. Einen
besonders wichtigen Teil der Forschungsarbeit bilden die Wal-
und Robbenforschung.
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- Dr
Harald Benke
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Museumsdirektor
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