Info 1995
In der Spalte [Auflage] bedeutet die Angabe [0], daß kein Geld für den Umlauf geprägt wurde. Die hellgrau angegebene Stückzahl wurde ausschließlich für die Münzsätze (stg) verwendet. Aus denen stammen die von Händlern angebotenen Einzelmünzen.
Bis 1994 wurde das normale Umlaufgeld (stg) seinem Namen gerecht. Es wurde geprägt, um alte, zerschlissene Geldstücke aus dem Umlauf ziehen zu können und um eine genügende Menge an Kleingeld im Umlauf bereitzuhalten. Seine Prägequalität war die Herstellung in Stempelglanz (stg), die dem eigendlichen Zweck von Münzen genügt.
1995 war für bestimmte Einzelmünzen, wegen, der geplanten Einführung des EURO im Jahr 2002, kein Bedarf gegeben. So entschied das Bundeswirtschafts-Ministerium, die Herstellung des Umlaufgeldes zu drosseln und in der Folge dem kaum noch vorhandenen Bedarf weiter anzupassen. Um die Sammler zu befriedigen beschloß man, weiterhin Münzsätze herzustellen und sie über die Bundeswertpapierverwaltung auszugeben. Diese Verknappung führte im Jahr 1995 zu einem Preisboom der normalen Umlaufgeldstücke (stg), denn viele Sammler hatten ihre Leidenschaft aus dem Portemonaie befriedigt und in diesem tauchten die meisten Geldstücke des Umlaufgeldes nicht mehr auf. Nur einige 50Pf, 1DM und 2DM Geldstücke, sowie die Kleinmünzen 1Pf bis 10Pf waren hierin noch zu finden. Die Sammler gingen zu den Händlern und der Preis für die Geldsätze von 1995 stieg binnen kurzer Zeit auf 2.600 DM.